Unvergessen

Es ist ein abscheulicher Spruch, der das Eingangstor in der Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen „schmückt“: Arbeit macht frei. Doch wirklich frei war dort niemand.
Ungefähr 200.000 Häftlinge wurden in dieses Konzentrationslager deportiert und mussten um ihr Leben bangen und in 25 Prozent der Fälle sterben. Unter ihnen befanden sich politische Gegner des NS-Regimes, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie sogenannte "Berufsverbrecher" und "Asoziale".
Es ist für uns Schüler der 10G1 und 10G2, die wir am 23.05.2019 im Rahmen einer Geschichtsexkursion die Gedenkstätte besuchten, unvorstellbar, wie viel Leid diesen doch eigentlich unschuldigen Menschen an diesem Ort wiederfahren ist.
Durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit, medizinische Experimente, Misshandlungen oder systematische Vernichtungsaktionen der SS verloren dort mehrere Tausend Menschen ihr Leben.

Im Frühjahr 1942 wurde die sogenannte „Station Z“ errichtet. Mithilfe der dort vorhandenen Genickschussanlagen, Gaskammern und Krematorien machten sich die SS-Leute einen Spaß daraus, abermals Tausende Häftlinge zu töten. Als irgendwann jedoch bekannt wurde, dass sich die Rote Armee näherte, wurde die Räumung des Lagers angeordnet, woraufhin die Soldaten 30.000 Häftlinge zu einem Todesmarsch trieben. Die ca. 3.000 verbliebenen Inhaftierten, wurden am 29. April 1945 schließlich durch die sowjetische und polnische Armee befreit.
Heute ist das ehemalige Konzentrationslager eher eine Art Museum und ein Ort, an dem die Menschen trauern und den Opfern dieser scheußlichen Taten gedenken können.
Deutschland hat damals Fehler gemacht, sehr große Fehler. Und doch ist heutzutage eine Partei wie die AfD nicht unbeliebt bei vielen Bürgern.
Man kann nur hoffen, dass etwas derart Scheußliches nicht wieder passiert, denn schließlich haben wir alle das Recht auf ein friedliches und mitmenschliches Leben!

 

Anni Mahncke, 10G2

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